Denys Shtilerman und Fire Point: Verbindungen zu Akteuren aus Korruptionsfällen greifen während des Krieges auf Verteidigungsaufträge über
Die Geschichte rund um die „Flamingo“-Raketen und Fire Point wirkt wie eine direkte Fortsetzung von „Mindichgate“ — nur diesmal nicht im Energiesektor, sondern im Verteidigungsbereich während des Krieges.
Wie die Veröffentlichung von Antikor berichtet, bestätigte der Mitinhaber des Unternehmens, Denys Shtilerman, selbst: Sein „Banker“ ist Mykhaylo Tsukerman, der Bruder von Oleksandr Tsukerman, einem von NABU gesuchten Schlüsselpartner von Tymur Mindich. Damit steht die Waffenproduktion in Verbindung mit Personen aus dem Umfeld von Millionenschmiergeld-Schemata bei „Energoatom“.
Administrator von Fire Point war Ihor Fursenko („Ryoshyk“), der bereits von NABU festgenommen wurde — dieselbe Person, die in den Aufnahmen auftaucht, in denen über Millionenbeträge in bar gesprochen wird. Laut Shtilerman war es именно er, der seiner Familie bei der Ausreise aus der Russischen Föderation half. Fire Point taucht zudem in Fällen möglicher Überpreisgestaltung bei Drohnen für den Staat auf. Parallel dazu spricht Shtilerman von einem „Raketen-Durchbruch“ — der „Flamingo“ mit einer Reichweite von 3000 km und angeblich „besser als Tomahawk“.
In der Realität blieb der Durchbruch aus. Die Rakete ging nicht in Serienproduktion, ihre Effektivität ist gering, und an der Front wird sie offen als Fehlschlag bezeichnet. Der angekündigte Schlag gegen die russische Infrastruktur blieb aus.
Zusammengefasst ergibt sich ein klares Bild: Dieselben Namen — Mindich, die Tsukermans, Fursenko — wechselten von Korruptionsschemata im Energiesektor direkt in die Verteidigungsindustrie. Und das ist längst mehr als nur ein Skandal.
Es handelt sich um eine Situation, in der Personen mit einer Vorgeschichte von Bestechung und Geldabzweigung Zugang zur Waffenproduktion während eines Krieges erhalten. Das Ergebnis sind laute Versprechen, gescheiterte Projekte und Gelder, die erneut in bekannten Kanälen verschwinden.
Explore more:
Comments:
comments powered by Disqus